Gartenorchideen Koch

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Vermehrung und Züchtung

Vegetative Vermehrung

 

Rhizomteilungen

Durch Teilung von Rhizomen lassen sich die Cypripedien in geringem Umfang vermehren. Das alte Rhizom wird mit einem scharfen Messer in mehrere Teilstücke zerlegt, die über mindestens ein Auge und einen 2-3cm langen Rhizomanteil verfügen sollten, damit ein zügiges Wachstum für die nächste Vegetationsperiode sichergestellt ist. Diese Arbeit sollte im Herbst oder Frühjahr erfolgen. In Vermehrungsbeständen kann durch ein Einkürzen der Laubtriebe auf Kosten der Blüte eine verstärkte Neutriebbildung induziert werden. Bei alten Pflanzen läßt die Vitalität nach, deshalb sollte eine Teilung spätestens alle zehn Jahre erfolgen (Kohls und Kähler 1993).

Gewebekulturverfahren bei Cypripedien

Über die Mikrovermehrung von Cypripedien liegen wenige Erkenntnisse vor, gilt es doch bisher, die Probleme der Aussaat in den Griff zu bekommen. Außerdem sollte auf die generative Vermehrung zurückgegriffen werden, wenn es darum geht, Wildarten zu erhalten, um einen möglichst großen Genpool zu erhalten.
Die Gewebekultur ermöglicht es wertvolle Klone zu vermehren und sie anschließend dem Markt zugänglich zu machen. Sterile Hybriden könnten damit vermehrt werden.

Im Rahmen einer Diplomarbeit am Lehrstuhl für Zierpflanzenbau der TU München Weihenstephan gelang es mir anhand von völlig ausdifferenzierten, unter sterilen Bedingungen kultivierten Sämlingen der sehr wüchsigen Cypripedium - Hybride 'Gisela' geeignete Explantate für die Gewebekultur zu charakterisieren, verschiedene Gewebekulturverfahren zu beschreiben und erste Aussagen über deren Effektivität zu treffen. Die vorgestellten Ergebnisse sind erste Hinweise auf mögliche Lösungsansätze (Koch 1999). Sie sind noch nicht praxisreif.

 


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